Was beeinhaltet eine gesunde Ernährung?

Eine gesunde Ernährung...

Gemüsekopf
  • enthält alle essentiellen Nähr- und Vitalstoffe im richtigen Mengenverhältnis. Dadurch kann keine einseitige Über- oder Mangelernährung entstehen

  • beugt ernährungsbedingten Krankheiten (z.B. Herzkreislauf-Erkrankungen, Uebergewicht, Diabetes, Bluthochdruck etc.) vor. Mit einer gesunden Ernährung können Krankheiten, die durch eine falsche Ernährung bedingt oder begünstigt werden, vorbeugend oder unterstützend behandelt werden

  • ist eine fettbewusste, kohlenhydratbetonte, ausgewogene Mischkost mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr

  • bringt Energie für körperliche Leistungsfähigkeit. Dem Körper stehen bloss zwei Möglichkeiten zur Verfügung, Energie zu gewinnen: Einerseits mit Sauerstoff durch die Atmung und andererseits durch die Zufuhr von Nährstoffen aus der täglichen Nahrung


Hippokrates propagierte schon vor 2400 Jahren eine ausgewogene, gemischte Kost und Mässigung in jeder Hinsicht. Auch heute noch hat diese Empfehlung Gültigkeit. Wieso mich die gesunde Ernährung überzeugt? Weil es nichts Einfacheres und Schöneres gibt als sich nach der nachstehenden Formel zu ernähren:

«regelmässig, aber mässig
und von allem etwas»
Hippokrates 460 - 375 v. Chr.

 

Beeinflussende Faktoren

Viele Faktoren beeinflussen unser Ernährungsverhalten

Ernährungszustand der CH-Bevölkerung

Die Schweizer Bevölkerung isst insgesamt...

  • zu viel
    ca. 30 % der Bevölkerung sind übergewichtig, 5 % davon fettsüchtig (adipös)

  • zu fett
    es werden zur Zeit 125 g/Tag Fett zugeführt = 38 % der Gesamtenergiezufuhr,
    30 % wären ideal

  • zuviel Eiweiss
    stabil bei ca. 100 g/Tag, das ist das Doppelte der Empfehlung
    bei weniger Eiweiss sinkt automatisch auch der Fett- und Cholestergehalt in der Nahrung

  • zu salzig
    gegenwärtige Zufuhr beläuft sich auf ca. 12 g/Tag, empfohlen sind 5-6 g/Tag

  • zuwenig Kohlenhydrate
    bei der Schweizer Bevölkerung macht die Zufuhr von Kohlenhydraten 48 % der Gesamtenergie aus, die Empfehlung lautet 55-60 %

  • zuviel Zucker
    jeden Tag isst der Durchschnittmensch ca. 100 g = 25 Würfelzucker,
    empfohlen sind max. 10 % der Gesamtenergiezufuhr

  • zuwenig Nahrungsfasern
    es werden 25 g/Tag Nahrungsfasern eingenommen, die Empfehlung lautet mind. 30 g/Tag

Dadurch ist ein grosser Teil der Bevölkerung mit Schutzstoffen unterversorgt und somit anfälliger gegen unten erwähnte Zivilisationskrankheiten.

Folgen bei Fehlernährung

Eine Fehlernährung über längere Zeit kann z.B. folgende Zivilisations-Krankheiten zur Folge haben:

  • Übergewicht (Adipositas)
  • Untergewicht (Magersucht oder Bulimie)
  • Oesteoporose (Kalziummangel)
  • Blutarmut (Eisenmangel)
  • Herz-Kreislauferkrankungen (Bluthochdruck, Herzinfarkt)
  • Diabetes (Blutzuckerkrankheit)
  • Fettstoffwechselkrankheiten (Cholesterin)
  • Verdauungsprobleme (Verstopfung)
  • Gicht
  • Karies

Schwachpunkte unserer Zivilisationskost

  • Überernährung bei gleichzeitiger Fehlernährung
    Unsere Zivilisationskost enthält einen zunehmenden Anteil künstlich verarbeiteter, konservierter und verfeinerter (raffinierter) Nahrungsmittel. (Fertigprodukte, Convenience-Food). Diese liefern fast ausschliesslich Energie ohne die notwendigen Mikronährstoffen und Nahrungsfasern (z.B. Süsswaren, Süssgetränke, stark ausgemahlene Mehle, Fett etc.) Eine zu hohe Zufuhr von leeren Kalorien fürt zu dem Phänomen, dass die Menschen überernährt und gleichzeitig fehlernährt sind.

  • Mangel an ballaststoffreichen Nahrungsmitteln
    Mangel an pflanzlicher Nahrung fördert den Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sowie auch von Ballaststoffen, die der Darm für eine gesunde Darmtätigkeit benötigt. Ballaststoffmangel führt oft zu Verstopfung und fördert Dickdarmkrebs (Ballaststoffe auch Nahrungsfasern genannt sind in Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Gemüse, Obst).

  • Mangel an Mikronährstoffen
    Zuwenig Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen ist heutzutage gefährdet. Das trifft z.B. für die Versorgung mit Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink und Vitaminen des B-Komplexes zu.

  • Schadstoffe
    Schlagzeilen über Schadstoffe und Gifte in Lebensmitteln sind alltäglich. Hier ist Vorsicht geboten. Der Gehalt an Schadstoffen wird zwar laufend kontrolliert und geregelt, die Gefahr aber bagatellisiert. Fakt ist, dass die Folgen längerfristig nicht absehbar sind (Tipp: biologische Lebensmittel kaufen). Zusatzstoffe stehen im Verdacht Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson etc. zu fördern oder zu verursachen. Siehe auch E-Nummern, Aspartam