Das sympathische Nervensystem dominiert, wenn man sich in einer physischen oder psychischen Stresssituation befindet. In beiden Fällen fühlt man sich bedroht und der Körper reagiert automatisch.
Beispiel: Vor ca. 3 Millionen Jahren lebte der Mensch von der Jagd auf wilde Tiere. Wehrte sich das Mammut zum Beispiel, war es überlebenswichtig, die Situation richtig abzuschätzen und adäquat zu reagieren. Es gab nur zwei Möglichkeiten: kämpfen oder fliehen. Beide Reaktionen setzen voraus, dass der Körper grosse Mengen an bestimmten Hormonen (Adrenalin und Noradrenalin) ausschüttet.
Die Stresssituationen haben sich in den letzten Jahren massiv verändert, unser Organismus aber funktioniert in den Grundzügen immer noch wie damals. Was vor Urzeiten also lebenswichtig war, kann heute krank machen (Bluthochdruck, Herzinfarkt, Magengeschwür, Schwächung des Immunsystems etc.)
Das sympathische Nervensystem hat katabolen (Körpersubstanz abbauenden) Charakter.